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Epilepsie Hilfe

Wie ein Gewittersturm im Gehirn – so beschreiben Ärzte und Wissenschaftler einen Epilepsie-Anfall. Für Betroffene bedeutet die Krankheit einen enormen Leidensdruck und viele müssen jahre- oder sogar lebenslang starke Medikamente einnehmen. Was Sie selbst zu Ihrer Besserung beitragen und wie Sie die vielfältigen Nebenwirkungen der Therapie eingrenzen können, erfahren Sie hier.

1. Ursachen von epileptischen Anfällen

Obwohl auf dem Gebiet der Neurologie intensiv geforscht wird, sind die genauen Gründe, warum eine Epilepsie auftritt, noch immer nicht vollständig geklärt. Zahlreiche Ursachen und/oder Auslöser von epileptischen Anfällen stehen in der Diskussion. Darunter zum Beispiel:

  • Unfälle
  • Infektionen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Störungen des Vitalstoffhaushalts
  • Oxidativer Stress
  • Schlafentzug
  • Fieber
  • Hirntumore
  • Alkohol- oder Drogenkonsum
  • Toxine (z.B. von Bakterien, Metallen, etc.)

2. Auslöser eliminieren & Nebenwirkungen reduzieren

Eine medikamentöse Behandlung von Epilepsie ist oft unumgänglich, da bei starken Anfällen ein großes Verletzungsrisiko besteht. Daneben sollten sich Betroffene aber auf jeden Fall auch selbstständig auf die Suche nach den auslösenden Faktoren machen, denn nur sie wissen am besten, was dem epileptischen Anfall vorausgegangen ist.

Einige mögliche Auslöser kann jeder Betroffene direkt selbst beheben, indem er entsprechende Situationen meidet. Andere Ursachen benötigen eine ganzheitliche Herangehensweise. Stoffwechselstörungen, Störungen des Vitalstoffhaushalts und übermäßiger oxidativer Stress können zum Beispiel wirksam mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung behandelt werden. Sie sollte den Körper mit allen lebenswichtigen Vitalstoffen versorgen, die er für den reibungslosen Ablauf aller Funktionen benötigt.

Zu den Vitalstoffen zählen alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. Um den täglichen Bedarf an allen Vitalstoffen zu decken, empfehlen Ernährungsgesellschaften mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen, Vollkornprodukte zu bevorzugen und regelmäßig Fisch zu verzehren. Die Realität sieht heutzutage leider anders aus: Den Hauptanteil der Kalorienzufuhr machen Kohlenhydrate aus weißem Mehl und Zucker sowie tierische Fette aus. Weil sie dem Körper nur reine Energie und keine Vitamine oder Mineralstoffe liefern, dafür schnell dick machen, nennt man sie „leere Kalorien“. Diese Ernährung wirkt sich negativ auf die Epilepsie aus und kann die Häufigkeit der Anfälle erhöhen.

3. Vitalstofftherapie - Wie Vitalstoffe bei Epilepsie helfen

Sollte eine gesunde Ernährung nicht immer umgesetzt werden können, empfehlen Ärzte deshalb zusätzlich einen natürlichen Vitalstoffkomplex – gerade auch, weil viele Medikamente gegen Epilepsie dem Körper wichtige Vitamine und Mineralstoffe entziehen.

Gleichzeitig erhöht der Abbau der Medikamente auch immer den oxidativen Stress für die Zellen. Das kann zu dauerhaften Schäden an der Erbsubstanz führen und weitere Beschwerden nach sich ziehen. Dem wirken natürliche Antioxidantien wie bestimmte Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe entgegen. Besonders auf eine ausreichende Versorgung mit folgenden Vitalstoffen sollten Sie bei Epilepsie mit und ohne Medikamenteneinnahme achten:

Vitamin E: Vitamin E wirkt besonders stark antioxidativ und kann den oxidativen Stress der Zellen wirksam reduzieren. Dazu sollte immer genügend Vitamin C aufgenommen werden, da sich beide Vitamine in ihrer Wirkung noch verstärken. Bei Blutuntersuchungen an Epileptikern wurden häufig zu niedrige Vitamin-E-Spiegel diagnostiziert. Studien deuten darauf hin, dass Vitamin E die Häufigkeit von epileptischen Anfällen reduzieren kann.

Vitamin B6: Zu Vitamin B6 gibt es gute klinische Studienergebnisse, die belegen, dass das Vitamin zusammen mit Magnesium die Nervenübertragung stabilisiert. Auch Vitamin-B6-Mängel kommen bei Epileptikern sehr häufig vor.

Folsäure: Gerade die starken Medikamente gegen Epilepsie „rauben“ dem Körper viel Folsäure. Das kann seinerseits wieder zu Mangelsymptomen und Beschwerden führen. Daher ist eine (mäßige) Ergänzung mit Folsäure empfohlen.

Magnesium: Bei Epileptikern kann ein Magnesiummangel Auslöser von Anfällen sein, eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist darum unbedingt notwendig.

Zink und Selen: Zink wirkt direkt antiepileptisch, während Selen gerade bei schwer behandelbaren Anfällen helfen kann. Beide Spiegel sind oft zu niedrig bei Epileptikern.

Wichtig ist dabei aber vor allem, dass die oben genannten Vitalstoffe nicht einzeln und hochdosiert durch Pillen und Pülverchen ersetzt werden können. Nur in ihrem natürlichen Verbund können sie ihre ganze Wirkung entfalten. Diverse Studien zeigen, dass die Vitalstoffe um bis zu 200-mal stärker und effektiver wirken, wenn sie in Kombination und in ihrem natürlichen Verbund miteinander aufgenommen werden (z.B. wie in Obst und Gemüse).

Die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge (DGG) und das Institut für Vorsorge und moderne Vitalstoffmedizin empfehlen hier das Vitalstoffkonzentrat LaVita, da es alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe enthält, einer wissenschaftlich bestätigten, optimalen Dosierung entspricht und zu 100% natürlichen Ursprungs ist. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

4. Das können Sie selbst tun

Tipp Ernährung

Ernährung

Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich und verzichten Sie auf Koffein, Nikotin und Alkohol. Meiden Sie außerdem alle künstlichen Nahrungszusätze wie Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat), Süßstoffe (z.B. Aspartam) und Konservierungsmittel.

Tipp Bewegung

Bewegung

Auch für Epileptiker ist regelmäßige Bewegung (mind. 30 Minuten/Tag) wichtig. Sportarten, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei einem Anfall bergen, sollten aber gemieden werden (z.B. Klettern, Skifahren, Schwimmen etc.).

Tipp Vitalstoffe

Vitalstoffe

Achten Sie zusätzlich zur normalen, gesunden Ernährung auf die optimale Versorgung mit Vitalstoffen. Viele Ärzte und Heilpraktiker empfehlen ein natürliches Vitalstoffkonzentrat (z.B. LaVita) um sich vor Mangelernährung zu schützen und den Körper jederzeit mit allen wichtigen Vitalstoffen zu versorgen.

Tipp Lebensweise

Lebensweise

Tragen Sie immer einen Notfallausweis bei sich. Dieser sollte angeben, dass Sie an Epilepsie leiden, Erste-Hilfe-Maßnahmen, welche Medikamente Sie einnehmen (Wirkstoff und Dosis) und Adressen und Telefonnummern der Personen, die im Notfall verständigt werden sollen.

Tipp Entspannung

Entspannung

Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe! Schlafmangel gilt als ein bedeutender Auslöser von Epilepsie. Sie sollten deshalb genügend schlafen, sich regelmäßig entspannen und ausruhen.

Literaturverzeichnis

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